Aufgaben der Fachkommission

Der Schulausschuss der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland hat auf seiner 158. Sitzung am 19. und 20.10.1972 dem Vorschlag des Unterausschusses Sonderschulwesen zugestimmt, Fachkommissionen einzusetzen, 

  • die vorhandenen Lehr- und Lernmittel auf ihre Verwendbarkeit im jeweiligen Sonderschultyp überprüfen und 
  • die Entwicklung neuer Lehr- und Lernmittel in den jeweiligen Sonderschultypen anregen sollen.

Am 11. September 1973 wurde die Fachkommission zur Überprüfung von Lehr- und Lernmitteln für Schulen für Gehörlose nach Düsseldorf erstmalig einberufen. Unter Federführung des Landes Nordrhein-Westfalen waren durch den Unterausschuss Sonderschulen noch je ein Vertreter aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Rheinland-Pfalz eingeladen. Bis 1989 blieb es bei diesen fünf  Mitgliedern. Nach der Wiedervereinigung wurde die Kommission um zwei Vertreter aus den neuen Bundesländern erweitert (Mecklenburg-Vorpommern bzw. Sachsen-Anhalt und Thüringen). Eine Änderung der Federführung fand 1999 statt, als Bayern diese Aufgabe von Nordrhein-Westfalen übernahm. Die Jahre 1973 bis 1989 sind durch die

  • Beurteilung vorhandener Bücher
  • Förderung von Manuskriptvorlagen
  • Drucklegung von Einzelwerken
  • Entwicklung neuer Lehr- und Lernmittel für Gehörlosenschulen und
  • Sichtung von Lehr- und Lernmittel für allgemeine Schulen hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit (unbearbeitet) an Schulen für Gehörlose

gekennzeichnet. Nach 1989 kam es zu neuen Initiativen, da die Schulbuchsituation für Gehörlosenschulen in den neuen Bundesländern sehr gut war. Es konnten einige Bücher so umgearbeitet werden, dass sie als "Neuauflagen" auch für die alten Bundesländer einen Gewinn darstellten.


Der Einzug der Neuen Medien in die Schulen veränderte auch die Arbeit der Fachkommission. Seit etwa 1999 bilden die Materialsammlungen im Internet und Lehr- und Lernmittel auf elektronischen Medien (CD-ROM u.a.) einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit. Dieser neue Ansatz erscheint Erfolg versprechend. Dies vor allem auch deshalb, weil die MedienBeratungsZentren eine Verbreitung erleichtern. Der "neue Weg" der Fachkommission ist eine logische Folge auch aus der Integrationspädagogik und der Diskussion um inklusive Bildungswege. Es geht nicht mehr allein um Lehr- und Lernmittel für Schulen für Gehörlose, sondern um Hilfen für alle Kinder und Jugendlichen mit einer Hörschädigung, gleichgültig, wo ihr Förderort ist. Aus diesem Grunde fand auch eine Umbenennung der Fachkommission statt. Die neue Bezeichnung kann als Programm angesehen werden: Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen.

Info-Aushang für das Lehrerzimmer

application/pdf KMKAushangLehrerzimmer.pdf (6,4 kB)